Michael Caine, einer der bestbezahlten britischen Schauspieler, der in rund 160 Filmen mitwirkte, meldete sich zur Brexit-Debatte in seiner Heimat zu Wort und nahm sich kein Blatt vor dem Mund. Dem Radiosender BBC 4 sagte der 85-Jährige: „Die Leute sagen, oh, du wirst arm sein, sie sagen dies, sie sagen das. Ich sage, ich wäre lieber der Herr meines Schicksals als dass ich jemand habe, den ich nicht kenne und der mich reich macht.“

Caine machte auch deutlich, dass für ihn die nationale Souveränität ein unveräußerliches Gut und die Europäische Union ein undemokratisches Gebilde ist: „Was ich sehe, ist, dass ich von Leuten regiert werde, die ich nicht kenne, die von niemandem gewählt wurden, und ich denke, das ist faschistisch.“ Caine ist bereits seit Jahren ein Befürworter des EU-Austritts des Vereinigten Königreiches und meint, dass die Ängste vor einem Brexit ohne Abkommen mit der EU das Ergebnis von Angstmacherei sei.

In sozialen Medien löste Caine mit seinen Aussagen heftige Kritik aus. Insbesondere wurde ihm vorgeworfen, er müsse sich keine Sorgen machen arm zu werden, da er Millionär sei. Brisant ist auch der Zeitpunkt der Äußerungen des Schauspielers. Sie kommen zu einem Zeitpunkt, in dem Premierministerin Theresa May innerhalb der Tories wegen einer angeblich zu weichen Haltung gegenüber Brüssel zunehmend unter Druck gerät.

[Text: B.T.; Bild: Wikipedia/Manfred Werner/Tsui; Lizenz: CC BY-SA 3.0]