Obwohl Schätzungen zufolge nur zwischen 42.000 und 60.000 der insgesamt 5,5 Millionen Einwohner Finnlands Moslems sind, fühlen sich die Einheimischen in der Nähe der Zugezogenen offenbar unwohl. Wie nämlich eine unter 1.000 Personen durchgeführte Umfrage ergeben hat, haben 43 Prozent der Finnen nichts dagegen, wenn sich in ihrer Nachbarschaft eine Entzugsklinik für Alkoholiker befindet. In der Nachbarschaft einer Moschee oder eines moslemischen Gebetsraums wollen hingegen nur 34 Prozent leben. Geringer ist die Akzeptanz nur gegenüber einer Entzugseinrichtung für Rauschgiftsüchtige (27 Prozent).

Wenig überraschend sprachen sich deklarierte Wähler der patriotischen Partei „Die Finnen“ sowie der Zentrumspartei überdurchschnittlich oft gegen eine Moschee in ihrer Nachbarschaft aus, während es bei Anhängern der Grünen und der Linksallianz umgekehrt war.

 

B. T.

 

 

(Bild: Chongkian/wikimedia.org)