Massenmordverherrlichung in linken Liedern

In Wirklichkeit geht es gar nicht um irgendwelche dummen und geschmacklosen „Scherzlieder“, die NS-Verbrechen zur Grundlage haben. Den Linken geht es tatsächlich um viel mehr: Sie will das traditionelle Liedgut und die Gesangskultur der „Rechten“ generell ausmerzen. Ihnen ist jedes harmlose Fahrtenlied, dass eben auch in den Jahren 1933–45 gesungen wurde, ein Dorn im Auge und so wird es flugs zum Nazi-Lied erklärt. Wie weit diese bereits als pathologisch anzusehende Hysterie geht, konnte man sehr deutlich beim Parteitag der deutschen Linkspartei 2014 und einem Parteitags-Antrag eines Herrn Schmitt sehen. Er forderte:
„Aussetzung der akustischen oder gesanglich musikalischen Intonierung des Liedes ‚Die Internationale‘ innerhalb der Partei DIE LINKE, bis ein Ergebnis über die zukünftige Anwendung und Verwendung vorliegt, da die gesangliche musikalische Intonierung des Liedes ‚Die Internationale‘ zwar kämpferisch, aber auch militaristisch, gewalt- und kriegsverherrlichend ist, ein Symbol des Kapitalismus darstellt und Militarismus ein Element des rechten politischen Spektrums ist, genauso wie die deutsche Nationalhymne.“
Das heißt nichts anderes, als dass für manche Personen selbst das Hohelied der Sozis und Kommunisten aller Schattierung zu „rechts“ ist. Gewaltverherrlichung wäre nämlich immer rechts. Genauso wie ja die Erde bekanntlich eine Scheibe ist. Tatsächlich ist die Gewalt in linken Kreisen aber immer schon gerne besungen worden. Man denke nur an das erste bekannte „linke Kampflied“, die Marseillaise, die Hymne der französischen Revolution Worte wie: „Zu den Waffen, Bürger! Formt Eure Schlachtreihen, marschieren wir, marschieren wir …!“ sind ja nicht gerade friedlich. In neuen linken Liedern, wie etwa einem Machwerk der nach Eigendefinition linksradikalen Band „Antilopen Gang“, wird dann immerhin der Abwurf einer Atombobe auf Deutschland gefordert „Ihr seid achtzig Millionen, die man abschlachten muss“… „Da braucht man gar nicht drüber reden, wenn die Massen sich erheben, schmeiß‘ ich aus dem Flugzeug eine Brandbombe auf Dresden“.
Erst letztes Jahr durfte diese Gruppe in Linz mit dem Wohlwollen des sozialistischen Bürgermeisters auftreten.
Zwar darf man annehmen, dass die hetzerischen Texte und die schlechte Musik derartiger Personen nicht zum kulturellen Erbe der Menschheit erklärt werden, wie es ja angeblich die deutschen Arbeiter und Sozi-Lieder allesamt sein sollen. Jedoch stellt sich die Frage, ob dereinst nicht auch Lieder, wie jenes den Terror der Roten-Armee-Fraktion verherrlichende Lied der Punk Band WIZO, dazugehören. „Rote Armee Fraktion – ich fand euch immer spitze … Wo ist die RAF, wenn man sie braucht? Ich will schwarze Wagen, die langsam durch die Städte fahren. Gezielte Todesschüsse, eine
Seuche, kein Erbarmen“. Immerhin auch dieses Lied soll ja von einer Band gespielt werden, „die sozial sehr engagiert“ ist.
Auf einer Internetseite des Deutschlandfunks heißt es: „Ein Arbeiterlied muss erstens sofort mitsingbar sein, wenn es ein sehr gutes Lied ist – zumindest der Refrain. Zweitens, das gute Arbeiterlied hat eine Botschaft oder eine Forderung, mit der ich mich als Sänger identifiziere. ‚Mann der Arbeit, aufgewacht!‘“
Naja – und genau das trifft eben auf die allermeisten Lieder der Burschenschafter, aber auch auf die meisten Soldaten- und Fahrtenlieder zu. Folglich kann es nicht an der Qualität der Lieder liegen, dass sie bekämpft werden, sondern nur an ihren nicht-linken Inhalten. Tatsächlich haben die allermeisten nämlich gar keine ideologische Färbung und zeichnen sich eben nur durch die Abwesenheit linker Ideen und Wunschvorstellungen aus. Und natürlich haftet ihnen als größter Makel an, dass sie eben auch von den Nazis gesungen wurden. Doch nach dieser Logik dürfte man dann auch keinen Franz Liszt mehr aufführen, der ja bekanntlich mit seinem „Les Préludes“ ab 1941 als Kennmelodie für die Wehrmachtsberichte im Rundfunk verwendet wurde.
Genauso wie er konnten sich die allermeisten Autoren oder Komponisten der heute als Nazilieder verschrienen Lieder ihre Verwendung auch durch die Nazis nicht aussuchen. Ganz zu schweigen von der Unzahl traditioneller überlieferter Musik, die natürlich auch im Dritten Reich interpretiert, gesungen und gespielt wurde. Immerhin weigert sich auch keiner derer, die jetzt so laut schreien, über die Autobahnen zu fahren. Die Verteufelung von Liedern – und es geht eben nicht nur um die zwei Strophen der „Alten Germanen“ in der Wiener Neustädter Pennalie – durch das politisch-korrekte und zeitgeistige Establishment geht tiefer. Es will seine eigene linke kulturelle Überlieferung als einzig gültige allen anderen aufzwingen und durch den Bildersturm die Kultur der Nicht-Linken
zerstören.

[Text: H. W., Bilder: theodysseyonline.com]

16.02.2018, 10:37 von GSvA |