Lizzie Blandthorn hat sich den Ärger einiger Nachbarn zugezogen. Die Parlamentsabgeordnete der australischen Labour Party baute einem Fenster ihres Wahlkreisbüros in Pascoe Vale nördlich von Melbourne eine Krippenszene auf. Als Jesus-Figur nahm sie dabei eine Puppe, die ein schwarzafrikanisches Kind darstellt. Blandthorn begründete die von ihr gewählte Darstellung der Geburt Jesu damit, sie zeige „den wahren Geist von Weihnachten“ und „Multikulturalismus“.

Doch viele Nachbarn sind wegen dieser politisch korrekten Vereinnahmung des Weihnachtsfests durch die sozialistische Abgeordnete empört. „Sie (Blandthorn, Anm.) hat wirklich eine Grenze überschritten. Letzten Endes ist das eine Verhöhnung der Geburt Christi, des Sohn Gottes, und ich denke, das ist sehr beleidigend“, sagte eine Frau mit dem Namen Francesca in einer Radiosendung, wie die britische Zeitung „Daily Mail“ berichtete.

Beleidigt, weil nicht jeder Australier ihre Multikulti-Ideologie teilt, zeigte sich Blandthorn. „Ich bin enttäuscht, dass das eine kleine Kontroverse ausgelöst hat“, sagte sie. Und auf ihrer Facebook-Seite schrieb die Labour-Abgeordnete trotzig: „Wenn man die sehr multikulturelle Gemeinde Pascoe Vale vertritt, scheint es insgesamt angemessen, eine multikulturelle Darstellung der Geburt Christi zu haben.“ Eine schwarze Jesus-Figur wurde übrigens auch in einer Krippen-Darstellung in einem Spital von Melbourne verwendet. Aber hier gab es nach Angaben der Krankenhausverwaltung keine negativen Reaktionen.

 

B.T.
Bild: Screenshot www.dailymail.co.uk