Kommt es in sozialen Medien zu einem Posting eines rechtsgerichteten Menschen, das einen zweifelhaften Inhalt hat, sind die politisch korrekten sofort zur Stelle und sehen die Demokratie in Gefahr. Betretenes Schweigen der selbsternannten „Anständigen“ herrscht hingegen, wenn Linksextremisten im Netz offen gegen Patrioten hetzen und sogar zu Gewalt, also zu Straftaten, aufrufen. So wird auf der linksextremen Seite „Nationalismus ist keine Alternative“ zur „antirassistischen & antifaschistischen Intervention in die Wahlkämpfe im Herbst 2017“ aufgerufen.

Damit gemeint sind die Wahlkämpfe für die Bundestagswahl am 24. September und die Nationalratswahl am 15. Oktober. In der Bundesrepublik steht die patriotische Alternative für Deutschland (AfD), die in Umfragen bei neun Prozent liegt, vor ihrem ersten Einzug ins Parlament, und in Österreich werden der FPÖ erneut Zugewinne vorhergesagt. Und das ist den linken Hasspredigern, die bei Wahlen chancenlos wären, natürlich ein Dorn im Auge, weshalb sie auf Gewalt setzen. So ist die Rede von der „grenzüberschreitenden Solidarität einer antikapitalistischen Bewegung, die sich bei den Protesten gegen den G20-Gipfel in Hamburg gezeigt hat“. Anfang Juli war es in der Hansestadt zu schweren Ausschreitungen durch Linksextremisten gekommen, bei denen hunderte Polizisten verletzt wurden.

In dieser Tonart geht das Hetz-Pamphlet auch weiter: Denn der „Wahlkampf bietet nun zahlreiche Gelegenheiten, gegen die Akteure der Abschottung und die Fans der autoritären Formierung bei ihren Veranstaltungen und Ständen aktiv zu werden“. Die angekündigten Störaktionen können den Tatbestand der Nötigung oder der gefährlichen Drohung darstellen. Außerdem sollen die Plakate der beiden patriotischen Parteien „bearbeitet“ werden und sie in ihren Parteizentralen „besucht“ und sie bei ihren Kampagnen „konfrontiert“ werden. Damit wird zum Hausfriedensbruch, zur Nötigung, bzw. sogar zu Körperverletzung und Sachbeschädigung aufgerufen.

Für den 24. September wird die AfD bei ihren Wahlparties voraussichtlich nicht ohne Polizeischutz auskommen. Denn es wird aufgerufen die Wahlfeiern der Patrioten zu „crashen“, was nichts anderes als ein unmissverständlicher Aufruf zur Gewalt gegen politisch Andersdenkende bedeutet. Gedroht wird zudem damit, dass auch um die Nationalratswahl in Österreich zahlreiche Gelegenheiten geben werde, „Sand in den Motorenraum der Festung Europa zu kippen“.

 

[Text: B. T.; Bild: Screenshot nationalismusistkeinealternative.net]