Für die heimischen Universitäten bringt die neue Shanghai Academic Ranking of World Universities erneut ein ernüchterndes Ergebnis. In der stark forschungsorientierten Rangliste – 60 Prozent der Bewertung beruht auf der Zahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen und Zitierungen, insbesondere in den Wissenschaftsmagazinen „Science“ und „Nature“ – sind unter den weltweit besten 500 Universitäten nur mehr fünf österreichische Hochschulen zu finden. Im Vorjahr waren es noch sechs gewesen, aber die Uni Graz ist aus dieser Rangliste herausgeflogen.

Jene österreichischen Universitäten, die es in die Rangliste geschafft haben, sind vom Spitzenfeld weit entfernt. Die Unis Wien und Innsbruck landeten in der Gruppe mit den Rängen 151-200, die Medizin-Uni Wien in der Gruppe mit den Rängen 201-300, und die Technische Universität Wien sowie die Medizin-Uni Graz in der Gruppe 401-500. In der Shanghai-Rangliste belegen die US-amerikanischen Universitäten Havard, Stanford und Berkeley die Spitzenplätze. Als beste europäische Universität wird Oxford (Platz 4), als beste kontinentaleuropäische die ETH Zürich (Rang 19) ausgewiesen.

Überraschend kommt das schlechte Abschneiden der heimischen Universitäten nicht. Einerseits leiden insbesondere die für das internationale Ansehen so wichtigen naturwissenschaftlich-technischen Studienrichtungen an einem Mangel an finanziellen Mitteln. Auf der anderen Seite wird unverantwortlich viel Steuergeld in sogenannte geisteswissenschaftliche Studienrichtungen wie Soziologie oder Politologie gesteckt, in denen weniger gelehrt und geforscht, sondern vielmehr linksextrem politisch agitiert wird.

Auch keine Maßnahme zur Stärkung der Kompetenz heimischer Universitäten ist die um sich greifende Unsitte, wissenschaftliche Arbeiten nur dann zu benoten, wenn sie „gendergerecht“ formuliert sind. Der freiheitliche Wissenschaftssprecher Andreas Karlsböck fordert deshalb, dass sich die Universitäten „wieder auf ihre Kernaufgabe Lehre und Forschung konzentrieren und sich nicht in Gesellschaftspolitik verzetteln sollen“. Denn Flüchtlingsbetreuung wie das MORE-Programm „ist nicht Aufgabe der Universität und mit Gender-Politik wird man auch keine internationale Reputation erhalten“.

 

[Text: B. T.; Bild: Bwag/wikimedia.org]