Prominente Mitarbeiter der bundesdeutschen Staatssender ARD und ZDF versuchen, sich in die österreichische Innenpolitik einzumischen. In einem an Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) gerichteten offenen Brief, der unter anderen von den Moderatoren Anne Will, Maybrit Illner und Claus Kleber unterzeichnet wurde, werfen sie der FPÖ wegen ihrer ORF-kritischen Haltung vor, „die Grenzen politischen Anstands im Umgang mit freier Presse und unabhängigen Medien“ zu verletzen.

Wie „unabhängig“ die bundesdeutschen Staatsmedien sind, zeigt sich etwa darin, dass in Nachrichtensendungen Masseneinwanderung und Überfremdung positiv dargestellt werden, während Probleme wie Ausländerkriminalität, sofern sie überhaupt thematisiert werden, eine nur untergeordnete Rolle spielen. Ein Paradebeispiel journalistischer „Unabhängigkeit“ ist im Übrigen der Unterzeichner Claus Kleber. Der Nachrichtenmoderator des „Heute Journal“ im ZDF verzieht regelmäßig seine Mundwinkel nach unten und setzt eine finstere Miene auf, wenn er über Russlands Präsident Putin oder über die AfD berichtet.

Außerdem werfen die journalistischen Gutmenschen Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) vor, er würde versuchen, die Glaubwürdigkeit von Journalisten zu untergraben und damit und damit die gleichen Methoden anwenden wie die ungarische und die polnische Regierung, nämlich „durch Druck und Diffamierung die Unabhängigkeit der öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Fernsehanstalten einzuschränken“. Die linke Journaille aus der Bundesrepublik stößt sich daran, dass deren Gesinnungsfreunde in Ungarn und Polen aus den Redaktionsstuben der staatlichen Medien verbannt wurden.

[Text: B.T.; Bild: BMI/Gerd Pachauer]