Am Donnerstagabend wurde der 96-jährige Karl Münter in seiner Wohnung im niedersächsischen Dorf Springe bei Hildesheim überfallen. Dabei wurde der kleine gebrechliche Mann von mehreren vermummten Tätern niedergeschlagen und nach seiner Vergangenheit gefragt, während die Gruppe seine Wohnung durchsuchte. Die Täter entwendeten dabei nicht nur mehrere hundert Euro Bargeld, sondern vor allem Erinnerungsstücke und persönliche Akten aus dem Zweiten Weltkrieg.

Offenbar wurden die Täter durch eine NDR-Reportage vergangene Woche auf den alten Mann aufmerksam, die ihn 75 Jahre nachher an einem Massaker im französischen Ascq beschuldigt, freilich ohne dafür Beweise zu haben. Auch das linksradikale Vice-Magazin diffamierte den Mann bereits. Die sogenannte Aufarbeitung der Geschichte als Staatsreligion der BRD nimmt totalitäre Züge an, deren Brutalität selbst vor Senioren keinen Halt mehr macht. Die Täter werden im Milieu der linksextremistischen Antifaschistische verortet.

[Text: A.S.; Bild: wikipedia.org/Mohammed abushaban; Lizenz: CC BY-SA 3.0]