Die Wiener Grünen suchen ihr Heil offenbar am linken Rand. Nachdem die linkslinke Birgit Hebein zur Spitzenkandidatin für die nächste Gemeinderatswahl gekürt wurde, übernahm nun Ursula das Gemeinderatsmandat des vergleichsweise gemäßigten Langzeitabgeordneten Christoph Chorherr. Berner, die zuletzt Bezirksrat in Wien-Neubau war, erwarb 2008 einen Master für „internationale Genderforschung und feministische Politik“ und werkte 2008 bis 2018 als Referentin im Grünen Parlamentsklub. Nach dem Rausflug der Linksaußentruppe aus dem Nationalrat kam Berner bei der Stadt Wien in der Magistratsabteilung für „Stadtteilkultur und Interkulturalität“ unter.

Wes Geistes Kind Berner ist, gibt sie auf ihrer Internetseite kund. In einer Reaktion auf einen offenen Brief einer Fraueninitiative, nachdem im Frühjahr 2016 eine 54-jährige Österreicherin am Brunnenmarkt von einem illegalen Einwanderer aus Kenia ermordet worden war, schreibt die Grüne: „Mit euren Brief verstärkt ihr den Ausgrenzungsdiskurs.“ Berner stößt sich daran, dass die besorgten Frauen vom „Missbrauch des öffentlichen Raums“ geschrieben hatten.

Dass die Neo-Gemeinderätin eine Befürworterin der Willkommenskultur ist, versteht sich von selbst. So habe „mit dem Omofuma Stein Ulrike Truger schon 2003 den Rassismus und das menschenverachtende Vorgehen in vielen Asylverfahren angeklagt und öffentlich zur Diskussion gestellt“. Besagter Stein steht in Wien-Neubau. Marcus Omofuma war ein Nigerianer, der in Deutschland unter dem Namen "Marcus Bangurari" als Staatsbürger der Republik Sierra Leone registriert war, und bei seiner Abschiebung nach Nigeria im Jahr 1999 ums Leben kam.

[Text: B.T.; Bild: www.wikipedia.org/Die Grünen; Lizenz: -]