Welche Blüten die politische Korrektheit treibt, zeigt sich in Linz. Bei seiner nächsten Sitzung wird sich der Gemeinderat über einen gemeinsamen Antrag von Grünen, Neos und KPÖ befassen, in welchem gefordert wird, in gut besuchten Parks und auf gut frequentierten Plätzen Bänke in den Regenbogenfarben aufzustellen. In der Begründung heißt es, die bunten Sitzbänke wären ein „klares, solidarisches und weltoffenes Statement“ anlässlich der 2019 in Wien stattfindenden „Euro Pride“, des „größten europäischen Festes der LGBTIQ*-Community“. Das Kürzel LGBTIQ steht für lesbisch, schwul, bisexuell, transsexuell, intersexuell und „queer“. Des Weiteren würden die Sitzgelegenheiten in den Regenbogenfarben „ein dauerhaftes Zeichen für Akzeptanz, Gleichberechtigung und Antidiskriminierung setzen“.

Klare Ablehnung zum gemeinsamen Antrag der drei linkslinken Fraktionen kommt von der Linzer FPÖ. So erklärt die freiheitliche Gemeinderätin Brigitta Riha, dass natürlich jedem freistehe, seine persönliche sexuelle Ausrichtung zu haben und diese auszuleben. Jedoch bezweifelt sie stark, dass die bunten Bänke von allen positiv aufgenommen werden. Und Riha präzisierte: „Viele Linzerinnen und Linzer unterstützen so eine Maßnahme vermutlich nicht. Viele Menschen lehnen aus religiösen oder ethischen Gründen diese Community sogar ab.“

Im Übrigen zeigt der im Linzer Gemeinderat eingebrachte Antrag, wie weit die Neos inzwischen gesellschaftspolitisch nach links gerückt sind. Und mehr noch: Die linken, die von manchen immer noch als „bürgerliche“ Partei gesehen werden, haben mittlerweile keinen Genierer mehr, sich mit den Kommunisten ins politische Bett zu legen.

[Text: B.T.; Bild: Wikipedia/Vassil; Lizenz: CC0 1.0]