Peter Pilz räumt auf. Zwar nicht – wie versprochen – im Parlament, sondern nur in den eigenen Reihen auf Kosten des Steuerzahlers, aber immerhin! Und so musste nach Peter Kolba und Martha Bißmann nun auch noch Sebastian Bohrn-Mena, eine Idealist in Reinkultur, an seinen Posten glauben. Nicht etwa, weil er Pilz wegen unziemlicher Übergriffe geklagt hätte, sondern weil er infolge des Wagnisses einer Kritik am Listengründer des Vertrauen der Partei verlustig gegangen war. Und diese beabsichtigt der arbeitslose Tierschützer nun auch zu klagen. Fragt sich bloß wozu – Tiere kann man schließlich auch ohne Parteiapparat schützen.

Aber halt! Was hört man denn da? „Was wär ich für ein Familienvater, wenn ich zuerst meinen Job aufgebe … und dann auf einmal sag ich, ich akzeptiere, dass die mich rausg’schmissen haben und wir kein Einkommen haben! … Ich bin kein Millionär, … das heißt, ich bin auf dieses Einkommen auch angewiesen!“ Aha, daher weht also der Wind! Na dann ist alles klar. Bis zur Million geht sich’s aber in dieser Periode nicht mehr aus und auf eine Verlängerung darf wohl kaum gesetzt werden.

Warum aber trifft’s ausgerechnet Bohrn-Mena, einen armen, idealistischen Familienvater, der doch mit einer Million schon zufrieden wäre? Er selbst gibt auf „oe24tv“ Auskunft: „Ich verstehe mich auch im Klub mit den meisten Menschen sehr gut, vor allem auch seitens der weiblichen Abgeordneten ist auch viel Vertrauen da.“ Aha, jetzt wissen wir‘s. Ein harter Konkurrent für Pilz! Na, dann ist alles klar!

Was aber tun die lieben, verbliebenen Damen des Klubs jetzt bloß? Folgen sie dem jungen, armen Sebastian zum AMS oder dem reichen, alten Peter in den Gemeindebau? Oder allgemeiner gefragt: Sind Frauen tendenziell Materialisten oder Idealisten? Wir werden sehen. Immerhin klärt er wenigstens diese Frage auf, unser Aufklärer!

[Text: A.L.; Bild: Ausschnitt listepilz.at]