Nach dem Terroranschlag am 3. Juni in London, bei dem sieben Menschen ums Leben gekommen waren, veröffentliche die Polizei die Namen von zwei der drei Attentäter. Bei einem handelt es sich um Khuram Shazad Butt, einem aus Pakistan eingewanderten britischen Staatsbürger, beim anderen um Rachid Redouane, der entweder in Marokko oder in Libyen geboren worden sein soll. Es war nicht das erste Mal, dass in Großbritannien ein Terroranschlag von Personen mit „Migrationshintergrund“ verübt wurde. Beim Massenmörder von Manchester, der am 22. Mai 22 Menschen mit in den Tod sprengte, handelt es sich um den Sohn libyscher Einwanderer.

Zudem wirft die Bluttat von London – einmal mehr – ein düsteres Licht auf die britischen Geheimdienste. Denn Butt war den Sicherheitsbehörden bekannt, zumal er im vergangenen Jahr in einer Dokumentation des Fernsehsenders „Channel 4“ mit dem bezeichnenden Titel „The Jihadists Next Door“ („Die Dschihadisten von nebenan“) zu sehen war. Butt war in Begleitung von führenden Mitgliedern der Islamistengruppe Al Muhajiroun zu sehen, gefilmt wurde auch eine Szene, in der die Islamisten in einem Londoner Park die IS-Flagge hissten. Aber dennoch behauptet ein Sprecher der Londoner Polizei, dass es „keine Geheimdienstinformationen gab, die darauf schließen ließen, dass ein Anschlag geplant wurde“.

Darüber hinaus zeigt sich, dass in Großbritannien offenbar viele moslemische Einwanderer mit dschihadistischem Gedankengut sympathisieren. So sagte Mak Chishty, ein Londoner Polizeioffizier, der für den Umgang mit den verschiedenen Einwanderergruppen in der britischen Hauptstadt verantwortlich ist, Leute im Umfeld der Angreifer hätten von deren Plänen wissen müssen – und dennoch nicht die Sicherheitsbehörden informiert: „Anders als bei einer Einzelperson, einer Art einsamem Wolf, der alles für sich behält, müssen, wenn drei Personen gemeinsam einen Anschlag planen, zwangsläufig Diskussionen darüber stattgefunden haben. Und einige Leute, die ihnen sehr nahestehen, müssen davon etwas mitbekommen haben. Und wir sagen – die moslemische Gemeinschaft sagt es – sie haben die Pflicht, es (den Sicherheitsbehörden) mitzuteilen.“

 

[Text: B. T.; Bild: Screenshot Twitter]