Großbritannien will Jordanien beim Kampf gegen die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) unterstützen. Wie die Zeitung „Express“ unter Berufung auf militärische Quellen berichtet, wird London, gewissermaßen als Vorhut, rund 60 Militärplaner in ein neues Hauptquartier entsenden, wo die Unterstützung der irakischen und kurdischen Truppen koordiniert wird. Außerdem sollen beim Kampf gegen die Islamisten Drohnen und elektronische Störsender zum Einsatz kommen. Ein Sentinel R1-Spionageflugzeug der Royal Air Force soll Jagd auf IS-Kommandanten machen.

Insgesamt will London rund 2.000 Soldaten nach Jordanien, ein ehemaliges britisches Mandatsgebiet, entsenden. Denn nach Auffassung des Verteidigungsausschusses des Unterhauses würde das Vereinigte Königreich „nicht genug“ für die Bekämpfung des IS unternehmen. „Demnächst werden wir in der Lage sein, rund 2.000 Soldaten, hauptsächlich zu Ausbildungszwecken, zu entsenden“, sagte die Militärquelle dem „Express“.

Ob und wann das britische Kontingent in Jordanien tätig sein wird, muss sich erst weisen. So hatte Verteidigungsminister Michael Fallon die Entsendung „hunderter“ Ausbilder angekündigt, die außerhalb der kurdisch kontrollierten Gebiete im Irak operieren sollen. Tatsächlich sind es aber nur drei. Grund dafür sind nach Angaben eines hochrangigen Militärangehörigen die im Mai stattfindenden Unterhauswahlen. Britische Soldaten als Geiseln des IS wären wohl das letzte, was Premierminister Davis Cameron gebrauchen könnte.

 

B. T.

 

 

(Bild: British Army)