Zu einem interessanten Ergebnis kommt eine neue Studie von David Geary von der Universität Missouri und Gijsbert Stoet von der Universität Essex im Vereinigten Königreich. Demnach sind nicht – wie Feministinnen gebetsmühlenartig behaupten – Frauen besonders von Diskriminierungen betroffen, sondern Männer. Konkret werden in 91 von 134 weltweit untersuchten Staaten Männer benachteiligt, und in 43 Frauen. Besonders stark ausgeprägt ist die Benachteiligung von Männern in den USA, in Russland, sowie in den meisten europäischen Ländern.

In ihrer Studie verwenden Geary und Stoet einen neuen Maßstab, den „Basic Index of Gender Inequality“ (BIGI). Dieser Basisindex für geschlechterspezifische Ungleichheit berücksichtigt drei Faktoren: Bildungschancen, gesunde Lebenserwartung und allgemeine Lebenszufriedenheit. „Kein (bisher) bestehende Maßstab für geschlechterspezifische Ungleichheit erfasst in vollem Umfang die Hürden, die Männer in vielen Ländern überproportional erleben und erfasst daher auch nicht vollständig, inwieweit ein bestimmtes Land das Wohlergehen all seiner Bürger fördert“, erklärt Professor Stoet. Die beiden Wissenschafter weisen aber auch darauf hin, dass sie nicht sagen, dass in den hochentwickelten Ländern Frauen keine Diskriminierungen erfahren.

Tatsächlich gibt es eine Reihe von Faktoren, die auf eine stärkere Benachteiligung von Männern hinweisen. Geary und Stoet führen in ihrer Studie an: Die härtere Bestrafung von Männern für das gleiche Delikt, die Tatsache, dass weltweit 93 Prozent der Gefängnisinsassen Männer sind, verpflichtenden Militärdienst, dass die Mehrheit der Obdachlosen Männer sind, höhere Raten bei Alkohol- und Drogenmissbrauch, höhere Suizidraten, Unterrepräsentierung in Schulen sowie höhere Wahrscheinlichkeit, Opfer von Verbrechen zu werden.

[Text: A.P.; Bild: Wikipedia/PEGI; Lizenz: -]