Die Zeiten, in denen die spanische Mittelmeerinsel Mallorca als Urlauberparadies galt, dürften vorbei sein. Denn auf der linksregierten Baleareninsel sind sogenannte Flüchtlinge willkommener als Touristen, die Geld in die Kassen spülen. Wie die „Mallorca Zeitung“ berichtet, sind die ersten 16 „Flüchtlinge“ angekommen, die mit dem Schlepper-NGO-Schiff „Aquarius“ illegal nach Europa gereist waren. Bei dieser ersten Gruppe handelt es sich „ausschließlich um junge Männer, darunter zwölf Sudanesen, drei Nigerianer und ein Kameruner“.

Damit die Einwanderer auch angenehm leben können, wurde dafür eigens ein Teil eines Nonnenklosters entsprechend hergerichtet. Darin können bis zu 25 „Flüchtlinge“ untergebracht werden. „Das mag wenig klingen, aber man muss den Flüchtenden würdige Unterkünfte und stabile Bedingungen schaffen, wenn man ihnen zusagt, dass sie kommen können“, sagte Anfang Juli Fina Santiago, die Sozialministerin der balearischen Regionalregierung, der „Mallorca Zeitung“. Und ein Sprecher der Asyllobby-Organisation „Die Balearen nehmen auf“ pflichtet ihr bei: „Das Wichtigste ist, dass die Wahrung der Menschenrechte gewährleistet und die Bedingungen für die Flüchtlinge würdevoll sind“.

Unklar ist, ob die Gutmenschen auf der Ferieninsel künftig „Flüchtlinge“ auch in Privatwohnungen unterbringen werden. Denn in der Hauptstadt Palma de Mallorca dürfte es genug leerstehende Privatwohnungen geben, seit am 1. Juli eine neue Regelung in Kraft getreten ist. Nach einem Bericht des Schweizer Internetportals „Bluewin“ ist seit Monatsbeginn die Vermietung von Privatwohnungen an Touristen verboten. Angeblich richtet sich diese Maßnahme gegen Internetanbieter wie Airbnb, die die Mieten in die Höhe treiben würden. Palma de Mallorca wird übrigens von einer linken Koalition regiert.

[Text: B.T.; Bild: Wikipedia.org/Can Picafort; Lizenz: CC BY-SA 2.5]