Frankreichs Staatspräsident Hollande hat seinem eigentlichen Herausforderer, dem rechtsdemokratischen Front National, ein unverhofftes Wahlgeschenk zukommen lassen: Erst unlängst hat er das in Frankreich bestehende Mehrheitswahlrecht so verschärft, dass wirklich nur die zwei stärksten Parteien im Lande eine Chance auf Erfolg haben. Allerdings ist Hollande mit seinen Sozialisten bei der gestrigen ersten Runde der Regionalwahlen auf den dritten Platz zurückgefallen, sodass der Front National in vielen französischen Departments bei den kommenden Stichwahlen zum Zug kommen wird, während die Sozialisten in der Versenkung verschwinden.

Rund ein Viertel der Franzosen haben bei den Departmentwahlen, bei denen immerhin rund 40 Millionen Menschen zur Wahlurne gerufen waren, den Kandidaten der Rechtspartei ihre Stimme gegeben. Unerwartet dabei war auch der Erfolg der wiederum von Nicolas Sarkozy geführten Konservativen. Für den Front National jedenfalls sind die Regionalwahlen ein weiterer Schritt hin zu den kommenden Präsidentschaftswahlen in zwei Jahren, bei denen Marine Le Pen als die eigentliche Herausforderin gilt.

 

A. M.

 

 

(Bild: Front National/Flickr)