Innerhalb von nicht einmal 24 Stunden ereigneten sich in westlichen Staaten zwei mutmaßlich islamistische Terrorakte. Samstagabend verletzte ein 30-jähriger Asylwerber aus Somalia in der kanadischen Stadt Edmonton mit einem Messer fünf Menschen. Der aus Ostafrika stammende Moslem war den Behörden bereits vor zwei Jahren sogar als mutmaßlicher Dschihadist bekannt gewesen. Allerdings seien, so Polizeikommissar Marlin Degrand, „nicht genug Beweise vorgelegen, um ihn wegen Terrorismus anzuklagen“. Überdies wurde der Somalier, in dessen Auto die Polizei nunmehr Fahnen der Terrororganisation IS fanden, damals „nicht als Bedrohung für Kanada betrachtet“.

Kanadas Premierminister Justin Trudeau verurteilte natürlich den islamistischen Terroranschlag. Der linke Regierungschef gilt etwa als Multikulturalist und scharfer Kritiker seines US-amerikanischen Amtskollegen Donald Trump, der aus Gründen der nationalen Sicherheit die Einwanderung aus bestimmten islamischen Ländern unterbinden will.

Am Sonntag erstach dann ein mit einem Fleischermesser bewaffneter Mann in der südfranzösischen Stadt Marseille zwei Frauen. Bei seiner Tat soll der Mörder den dschihadistischen Schlachtruf „Allahu Akbar“ gerufen haben. Und der IS reklamiert die Verantwortung für dieses Verbrechen für sich. Wie es seitens der Polizei heißt, soll der von Sicherheitskräften erschossene Attentäter nordafrikanisches Aussehen gehabt haben und den Behörden wegen „allgemeiner Vergehen“ bekannt gewesen sein.

 

[Text: B. T.; Bild: Yo/wikimedia.org]