Dass das Thema Schule und geplante Schulreformen nach wie vor aktuell sind, zeigte nicht zuletzt die mediale Berichterstattung im Zuge der Zentralmatura. So wurde zwar gestern heftig im Parlament darüber debattiert, aber die Freiheitlichen befürchten, dass sich diese wichtigen Themen in den nächsten Ferien-Wochen wieder im Sande verlaufen könnten, zumal die Regierung nicht wirklich in der Lage scheint, wichtige und notwendige Veränderungen auf den Weg zu bringen.

So erklärte der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Wendelin Mölzer, dass es begrüßenswert sei, wenn parlamentarisches Interesse an Bildungsthemen auch ohne mediale Aktualität vorhanden wäre. Zugleich forderte Mölzer, dass den Schülern bereits in der Volksschule ein solides Handwerkszeug mitgegeben werden soll. Vor allem Grundkenntnisse der deutschen Sprache sowie die Allgemeinbildung seien in den Vordergrund zu stellen.

„Das heimische Schulniveau, das in den letzten Jahren dramatisch gesunken ist, kann nur mittels einer umfangreichen Bildungsreform positiv verändert werden“, so Mölzer, der zudem fragt: „Wenn verschiedene Hochschulen trotz absolvierter Zentralmatura zusätzliche Eignungstests verlangen, dann stellt sich die Frage, was ist die standardisierte Reifeprüfung überhaupt noch wert?“ Zudem scheint es bedenklich und wenig für die Zentralmatura zu sprechend, wenn Maturanten vor Studienantritt weitere Tests absolvieren müssen, um ihr gewünschtes Studium überhaupt erst beginnen zu dürfen.

Die offenbaren Mängel zu beheben, scheint allerdings mit der amtierenden Regierung nicht möglich zu sein, da ein Engagement für tatsächliche Veränderung schlichtweg nicht erkennbar ist.

 

[Text: F.-X. S.; Bild: Marcin Otorowski/wikimedia.org]