Zwischen 2010 und 2014 ist die Anzahl der ausländischen Mautsünder auf Österreichs Autobahnen um sagenhafte 31,5 Prozent gestiegen. Es waren sage und schreibe 166.697. Dies geht aus der brandaktuellen Beantwortung einer Anfrage des FPÖ-Nationalratsabgeordneten Christian Hafenecker, durch SPÖ-Verkehrsminister Alois Stöger hervor.

Die Dunkelziffer ist allerdings noch weit höher. Wenn man bedenkt, wie oft man im Laufe eines Jahres auch als beruflich tätiger Kraftfahrer von der ASFINAG kontrolliert wird, kann man sich vorstellen, wie viele „Schwarzfahrer“ da durch das Netz schlüpfen und welch hohe Mauteinnahmen der mit Steuermilliarden subventionierten ASFINAG entgehen.

Zu dem wirtschaftlichen Schaden kommt auch noch ein handfestes Sicherheitsrisiko.2014 wurden im Rahmen der technischen Unterwegskontrollen bei nahezu einem Drittel der Fahrzeuge aus anderen Staaten, vornehmlich bei Ost-LKWs, „Gefahr in Verzug“ festgestellt.

„Die Bundesregierung, insbesondere der Verkehrsminister sowie die Innenministerin, seien nun gefordert, schnellstmöglich Gegenmaßnahmen zu setzen. Es sei schlichtweg inakzeptabel, dass Sicherheit und Ordnung auf unseren Straßen derart von mautprellenden Schrott-LKWs aus dem Osten beeinträchtigt werden.“ empört sich Hafenecker.

„Diesen unhaltbaren Zuständen kann nur durch die Wiedereinführung von Grenzkontrollen sowie durch verstärkte KFZ-Überprüfungen an den Ostgrenzen ein Ende gesetzt werden. Wenn SPÖ und ÖVP sich bei dieser Problematik weiterhin aufs Wegschauen beschränken, spielen sie grob fahrlässig mit Steuergeld und der Sicherheit im Straßenverkehr“, kritisierte Hafenecker.

 

W. T.

 

 

(Bild: Parlamentsdirektion/WILKE)