Nach den Attentatsversuchen in Zügen, zuletzt im Hochgeschwindigkeitszug Talys, beraten nun die Verkehrs- und Innenminister mehrerer europäischer Länder über mehr Kontrollen von Zugreisenden.

Nach Beendigung der Gespräche wurde nichts mehr von „systematischen“ Kontrollen verlautbart, allerdings war die Rede davon, dass sich Zugreisende auf mehr Kontrollen in Zügen und Bahnhöfen einstellen müssten, mehr Pass-kontrollen und mehr Gepäckkontrollen stattfinden sollen. Laut dem deutschen Innenminister de Maizière soll es aber keine „vollständigen, flächendeckenden Personen- oder Gepäckkontrolle in den Zügen in Deutschland oder Europa“ geben. Ausgeweitet werden die Kontrollen jedoch auf „wichtigen internationalen Strecken“ und der Überwachungsapparat verstärkt. Dazu erwägen die Innenminister die Einführung von Namenstickets, auch wird „in die bessere Nutzung von Kameras in deutschen Bahnhöfen“ investiert. Auch ein Lieblingsprojekt der europäischen Innenminister war wieder auf der Tagesordnung: ein europäisches System des Passenger Name Record. Also ein Zentralregister von Passagierdaten, ähnlich den für Flugpassagiere, das nicht nur benutzte Verkehrsmittel, sondern auch Hotelreservierungen beinhalten soll.

In Zeiten, in denen unkontrolliert tausende sogenannte Flüchtlinge kostenlos via Bahn in die BRD gebracht werden, mutet die Kontrolle braver und zahlender Bürger doch seltsam an.

 

F.-X. S.

 

 

(Bild: wikimedia.org)