Martin Schulz, bislang „politischer Unsympathler“, scheint der SPD Hoffnung zu geben, zumal die Sozialdemokraten in Umfragen deutlich zulegen. Gemeinsam mit der Linkspartei von Sahra Wagenknecht und den Grünen von Cem Özdemir könnte es nach der Ansicht von politischen Beobachtern erstmals eine links-linke Mehrheit gegen Angela Merkel geben. Und die drei linken Spitzenkandidaten kennen einander bestens aus ihrer Tätigkeit im Europaparlament. Martin Schulz war dessen langjähriger Präsident und eitler Selbstdarsteller, Cem Özdemir saß für die deutschen Grünen lange Jahre in Brüssel und Straßburg, und Sahra Wagenknecht saß bis vor wenigen Jahren für die kommunistische Fraktion im EU-Parlament.

Ob ein Triumvirat aus einem Ex-Alkoholiker, einem Türkischstämmigen und einer Halb-Iranerin wirklich demnächst Deutschland regieren wird, ist allerdings dennoch unwahrscheinlich. „Mutti Merkel“ allerdings wird gegenwärtig von zwei Seiten in Bedrängnis genommen: Von rechts von der patriotischen AfD, und von links durch das sozialistisch-grün-kommunistische Triumvirat.

 

[Text: A. M.; Bild: Rastislav Polak/EU2016 SK/Flickr]