US-Präsident Trump ist für seine unverblümte Art bekannt. Er spricht Dinge aus, die nichts mit diplomatischen Gepflogenheiten zu tun haben und auch von amerikanischen Präsidenten vor ihm wohl so niemals gesagt worden sind. Nicht zuletzt sind seine hohen Beliebtheitswerte in der amerikanischen Wählerschaft aber gerade auf diese, seine ungehobelte, Art zurückzuführen.

Nun übernehmen sein Stab, Regierung wie Gesandte diese Linie und verstärken damit den offensichtlichen gewollten Stil der Abschreckung, ja in einzelnen Fällen sogar der Beleidigung.

Das jüngste Beispiel lieferte die US-UNO-Botschafterin Nikki Haley.

Nachdem Außenminister Mike Pompeo den Austritt der USA aus diesem UNO-Gremium bekanntgegeben hatte, lieferte die Botschafterin die markige Begründung: Der Menschrechtsrat sei „eine Jauchegrube der Voreingenommenheit und (…) eine scheinheilige Organisation, die die Menschenrechte zum Spott mache.“

Hintergrund dieser Beschimpfung ist die Verärgerung der USA, weil der Menschenrechtsrat immer wieder Menschenrechtsverletzungen seitens Israel angeklagt hatte.

[Text: W.T.; Bild: flickr.com/tvnewsbadge; Lizenz: Creative Commons Attribution 2.0 Generic]