Das Land stöhnt unter einer Hitzewelle. Der ideale Zeitpunkt um dem Klimawandel die Schuld zuzuweisen und in weiterer Folge dialektischer Logik den modernen Menschen samt Autos, Flugzeugen, Fabriken etc. hierfür verantwortlich zu machen. Der unbedarfte Reaktionär mag einwenden, dass der Winter überaus schneereich gewesen ist und kalte Winter sowie heiße Sommer eigentlich dem mitteleuropäischen Normalzustand entsprechen. Auch an den touristischen Rekordzahlen lässt sich dies ablesen. Wenn in den Alpen kein Schnee liegt und die Seen nicht zum Baden einladen bleibt der Gast nun einmal aus.
Mitnichten. Kalte Winter und heiße Sommer sind alarmierende Signale für die rasante globale Erwärmung. Wissenschafter, deren Gehälter sowie deren Forschungen aus überaus üppigen Steuergeldtöpfen genährt werden, erklären uns, dass der CO2-Ausstoß des modernen Menschen hierfür die alleinige Schuld trage.
Soll sein. Und was war mit den schneefreien Wintern und den verregneten Sommern einige Jahre zuvor? Waren die nicht auch Folge der rasanten globalen Erwärmung, verschuldet durch den wohlstandsverwöhnten modernen Menschen? So der unbedarfte Reaktionär.
Selbstverständlich. Auch an diesen Phänomenen ist der moderne Mensch schuld und sie sind Beweis für die rasante globale Erwärmung. So die Experten.
Der unbedarfte Reaktionär hat wenig Ahnung von Klimaforschung und Ähnlichem. Aber ihm drängt sich der wohlbegründete Verdacht auf, dass der Experte in jeden Regenschauer, in jeden Schneesturm, in jeder Dürre usw. eine Folge der rasanten globalen Erwärmung hineininterpretieren wird. Gleich den Auspizien und Hohepriestern der Antike.
Die Folge, als mentaler Höhlenmensch abgetan zu werden, kann der Reaktionär leicht tragen. Leichter als das Schicksal eines realen Höhlenmenschen, der auf die Errungenschaften der modernen Industrienation verzichtet.

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