Nun ist die Katze aus dem Sack: Angela Merkel tritt ein weiteres Mal als Spitzenkandidatin für die CDU an. Damit zeigt sich vor allem, wie alternativlos sie für die Christlichsozialen ist. Es gab zwar immer wieder Unmutsäußerungen an der Basis und in den mittleren Funktionärsschichten, letztlich scheint das „System Merkel“ aber immer noch besser zu sein als eine ungewisse Obmann-Debatte.

Merkel begründet ihre Entscheidung für eine weitere Kandidatur indes mit weniger Pragmatismus: Sie wolle Deutschland weiter dienen. Auch wenn sie „unendlich viel über eine Kandidatur nachgedacht“ habe. „Ein Entschluss für eine vierte Kandidatur ist nach elf Amtsjahren alles andere als trivial.“ Es ginge aber nicht darum, ihre bisherige Politik zu korrigieren, stellte Merkel klar.

Zudem erwarte die Kanzlerin, dass der Wahlkampf anders als zuvor sein werde. „Es wird einer der schwierigsten seit der deutschen Wiedervereinigung. Wir werden es mit Anfechtungen von Rechts und von Links zu tun haben“, sagt Merkel mit Blick auf die Flüchtlingskrise und das Erstarken der Alternative für Deutschland (AfD). Dafür brauche das Land die richtige Politik. Ihr sei von vielen gesagt worden, dass die Menschen wenig Verständnis hätten, wenn sie nicht noch einmal ihre Gaben, Talente und Erfahrungen in dieWaagschale werfen würde.

Auf künftige Kontroversen mit der AfD ging Merkel aber nicht direkt ein, die Partei wurde in ihrem Statement nicht erwähnt...

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