Merkel lädt ein, und der Orient kommt

 

Lange hieß es, 2015 werden rund 800.000 Asylanten nach Deutschland kommen. Doch die Politik der offenen Tür, die Bundeskanzlerin Merkel praktiziert, hat weitaus mehr Personen aus dem Nahen Osten zur Einwanderung in die Bundesrepublik bewogen. Wie die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf ein internes Papier der Bundesregierung berichtet, wird allein in den Monaten Oktober bis Dezember mit 920.000 Asylanträgen gerechnet, womit die Zahl der angeblich „Schutzsuchenden“ in diesem Jahr auf 1,5 Millionen stiege. Zum Verglich: Die bayerische Landeshauptstadt München hat knapp 1,4 Millionen Einwohner.

Doch bei den 1,5 Millionen Leuten aus dem Orient wird es nicht bleiben, denn der Bericht weist auf ein Problem hin, dass aus Gründen der politischen Korrektheit zumeist verschwiegen wird, nämlich den sogenannten Familiennachzug: „Aufgrund der familiären Strukturen in den Herkunftsstaaten des Nahen Ostens“ müsse damit gerechnet werden, dass jeder anerkannte Flüchtling aus der Region, der in Deutschland Asyl erhält, im Durchschnitt vier bis acht Angehörige nachholen könnte.

Indessen vermehrt sich die Kritik an Merkel. Nicht nur die CSU fordert eine härtere Gangart, sondern auch innerhalb der SPD werden Zweifel an der „Wir schaffen das“-Politik der Bundeskanzlerin laut. So warnt der rote Vizekanzler und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel, dass „wir uns den Grenzen unserer Möglichkeiten nähern“.

 

Text: B. T.
Bild: Tobias Koch/wikimedia.org