Es schaut schlecht aus für Merkel und ihre angestrebte Wiederwahl. Die jahrelang unter Kontrolle gehaltenen Sozialisten konnten mit der Nominierung von Schulz zu ihrem Spitzenkandidaten in den Umfragen erheblich zulegen, oder gar ihren Koalitionspartner überholen. Die AfD, die erstmals antritt, räumt die Stimmen all jener ab, die die katastrophale Politik der deutschen Koalition, und im speziellen jene von Kanzlerin Merkel, abstrafen wollen. Es ist nun nur zu verständlich, dass die CDU-Wahlkämpfer alles mobilisieren wollen, um das Image ihrer Spitzenkandidatin wieder ein wenig aufzupolieren.

Das größte Problem dabei ist wohl der größte Fehler eines deutschen Regierungschefs in der Geschichte der Bundesrepublik: Das von Merkel proklamierte „Wir schaffen das“. Sie holte sich damit den Applaus der political correctness, und das EU-weit. Für ihr Land und seine Bürger bedeute der unkontrollierte Zuzug aus Asien und Afrika aber gigantische Kosten, Kriminalität und sogar Terror.

Nun soll dieses Stigma weggewaschen werden. Vorgeschickt wurde zu diesem Behufe ein Journalist der liberalen „Welt“. Er veröffentlicht in gut einer Woche ein Buch mit dem Titel „Merkels Flüchtlingspolitik“ und darin will er allen Ernstes den Deutschen Wählern weis machen, dass Merkel es gar nicht zu „schaffen“ beabsichtigte, sondern im Gegenteil die deutschen Grenzen für die Einwanderer zumachen wollte. Sie wäre aber an rechtlichen Hürden „gescheitert“.

Für wie dumm wohl wird hier der deutsche Wähler gehalte? Hätte es sich tatsächlich so verhalten, wäre es wohl nie zu der Aussage gekommen, „wir nehmen jeden syrischen Flüchtling“ auf. Und es hätte anstelle von „Wir schaffen das“ unter Hinweis auf die Rechtslage ein streng kontrolliertes Einreiseverfahren mit peinlich genauer Prüfung des Asylgrundes gegeben. Das Gute an dieser unappetitlichen Gaukelei mit Lügen und Halbwahrheiten ist, dass dies auch der Wähler leicht durchschaut und sein Abstimmungsverhalten entsprechend gestaltet. Die AfD kann sich freuen.

 

[Text: W. T.; Bild: CDU]