Scharf kritisiert FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl Außen- und Integrationsminister Sebastian Kurz. Der ÖVP-Politiker hatte Anfang Jänner behauptet, der durchschnittliche Zuwanderer sei höher gebildet als der durchschnittliche Österreicher. Kurz hatte einfach die hohe Zahl ausländischer Studenten, die Österreich nach ihrem Abschluss häufig wieder verlassen, in die Gruppe der Zuwanderer mit eingerechnet.

Zu diesem statistischem Trick sagte nun Kickl: „Kurz biegt sich die Statistik geradezu abenteuerlich zurecht.“ Denn Kurz habe folgendes verschwiegen: „Nur 12 Prozent der Österreicher ohne Migrationshintergrund verfügen lediglich über einen Pflichtschulabschluss, bei den Zuwanderern sind es 29 Prozent. In den größten Zuwanderergruppen liegt der Prozentsatz mit 62 Prozent der Türken und 38 Prozent der Menschen aus Ex-Jugoslawien sogar noch bedeutend höher.“ Zudem würden mehr als 12 Prozent der Migranten derzeit nicht einmal die Pflichtschule abschließen gegenüber nur 3,5 Prozent der Österreicher ohne Migrationshintergrund, betonte Kickl, der den Außen- und Integrationsminister aufforderte, sich für seine abschätzigen Aussagen gegenüber den autochthonen Österreichern zu entschuldigen.

 

B. T.

 

 

(Bild: Parlamentsdirektion/WILKE)