Linzer Personalvermittler wurden zur Zahlung von 1.550 Euro Schadenersatz an eine Muslimin verurteilt.

Diese hatte sich um einen Posten in einem metallverarbeitenden Betrieb beworben. Die Personalberaterin hatte der Frau bei deren Vorstellungsgespräch geraten, sich „mit einem normalen Photo“, also ohne Kopftuch, zu bewerben, weil dann ihre Chancen größer wären.

Die Muslimin weigerte sich nicht nur dem gut gemeinten Vorschlag Folge zu leisten, sondern lief auch noch zur Gleichbehandlungsanwaltschaft in Wien, die den Fall vor die Gleichbehandlungskommission brachte. Diese stellte eine Diskriminierung aus religiösen Gründen fest und übergab den Fall, weil sie selbst kein Klagerecht hat, der Arbeiterkammer Oberösterreich. Diese brachte auch prompt die Klage beim Arbeits- und Sozialgericht ein – und hatte Erfolg.

Das Urteil lautete 1.000 Euro Schadensersatz, den die Personalberaterin an die Frau zu zahlen hat. Die ebenfalls beklagte Personalvermittlungsfirma kam mit einem Vergleich von 550 Euro davon.

 

W. T.

 

 

(Bild: Tomaschitz)