Laut einer im Herbst von der University of Oregon veröffentlichten Studie, wurden mehr als ein Drittel der weiblichen Studenten bereits Opfer von sexuellen Übergriffen, und zehn Prozent der befragten Frauen gaben an, vergewaltigt worden zu sein – an der Universität oder in den Studentenheimen, wohlgemerkt. Sexuelle Gewalt an höheren Bildungseinrichtungen scheint in den USA ein weitverbreitetes Phänomen zu sein. Denn wie die „New York Times“ berichtete, fordern Politiker in elf Bundesstaaten, von Florida bis Nevada, Gesetzesänderungen, welche das Tragen von Handfeuerwaffen an Universitäten erlaubt.

Derzeit ist in 41 US-Bundesstaaten das Tragen von Feuerwaffen an Hochschulen entweder per Gesetz oder einer Verordnung der Universität untersagt. Weil es aber zu sehr vielen sexuellen Übergriffen auf weibliche Studenten kommt, sehen Politiker in den Bundesstaaten Änderungsbedarf und wollen das Tragen von Waffen zur Selbstverteidigung erlauben. „Wenn eine Person vergewaltigt wird, weil Sie ihr nicht erlaubt haben, sich mit einer Feuerwaffe zu verteidigen, dann sind Sie, wie ich glaube, dafür verantwortlich“, sagte Dennis K. Bexley, der für die Republikaner im Senat des Bundesstaates Florida sitzt, zur „New York Times“.

Derzeit erlauben neun US-Bundesstaaten – darunter Colorado, Michigan und Wisconsin – Personen, die sich im Besitz entsprechenden Erlaubnis besitzen, die Mitnahme von verdeckt getragenen Feuerwaffen auf den Campus. Jedoch gibt es auch einige Einschränkungen, etwa Verbote für Hörsäle oder Studentenwohnheime.

 

B. T.

 

(Bild: Fuschia Foot/Flickr.com)