„Drohnen fördern, anstatt Innovationen ausbremsen“, soll nach dem Willen der ÖVP-Verkehrssprecherin Claudia Schmidt das heute von der EU- Kommission vorgeschlagene neue EU-Luftfahrtgesetz. „Wir müssen endlich das europäische Drohnen-Zeitalter einläuten“, so die Europaabgeordnete. Wie wenig durchdacht das ist, zeigt sich an der Ankündigung des römischen Präfekten, Franco Gabrielli, während des am 8. Dezember beginnenden „Jubiläumsjahres der Barmherzigkeit“ könnten Teile des Luftraums über der ewigen Stadt gesperrt werden. Experten des italienischen Innenministeriums schließen nämlich Angriffe mit Flugzeugen oder vor allem Drohnen nicht aus. Das New York Police Department hat bereits gewarnt, dass die Terroristen in Zukunft für Anschläge Drohnen nutzen könnten. Vor allem „Sprengsatz-Drohnen“ gelten als ein höchst realistisches und gefährliches Szenario. Anstatt auf Selbstmordattentate zu vertrauen, wird es dank der kleinen ferngesteuerten Flugobjekte einfacher als je zuvor, für Terroristen Angst und Schrecken zu verbreiten. Einige Drohnen fliegen schon heute mit bis zu 100 km/h und könnten auf Veranstaltungen, Bahnhöfen oder anderen stark frequentierten Plätzen fast unbemerkt eingesetzt werden. Entsprechende Abwehrmechanismen gibt es heute nämlich noch keine und selbst wenn, könnten wohl kaum alle potentiellen Ziele damit überwacht werden.

Als besonders gefährdet gelten übrigens Kernkraftwerke. So haben Fachleute bereits vor einem Jahr gewarnt, dass speziell mehrere französische Kraftwerke besonders anfällig für Terrorangriffe wären. Im schlimmsten Fall drohe in den angegriffenen Reaktoren durch Kühlmittelverlust eine Kernschmelze. Mehrere französische Reaktoren werden deshalb auch angeblich bereits stärker militärisch überwacht.

 

 

Text: H. W.
Bild: Don McCullogh/wikimedia.org