In Dänemark sorgt derzeit ein 47-jähriger Syrer für Aufsehen und Empörung. Daham Al-Hasan aus der Stadt Deir ez-Zor im Nordosten Syriens stammend, war 2014 als Flüchtling nach Dänemark gekommen und holte kurz darauf seine Familie nach. Heute lebt er zusammen mit seiner Frau und acht Kindern in der Stadt Esbjerg an der dänischen Westküste.

Wie nun bekannt wurde, will der 47-Jährige, obwohl in Dänemark Bigamie verboten ist, zwei weitere Ehefrauen sowie neun Kinder von Syrien in das nordeuropäische Land bringen. Geht es nach Al-Hasan, sollten übrigens noch mehr kleine Moslems nach Dänemark kommen: Ursprünglich wollte er zwölf Kinder nach Dänemark bringen, jedoch wurden die Anträge der drei ältesten, die über 15 Jahre alt sind, aufgrund der dänischen Gesetzeslage abgewiesen. Wie dänische Medien berichten, stehen die Chancen gut, dass der moslemische Bigamist bald mit drei Ehefrauen und insgesamt 17 Kindern wird zusammenleben können. Wenn Al-Hasans Plan aufgeht, wird er die dänischen Steuerzahler teuer zu stehen kommen. Denn allein die Kinderbeihilfe für all seine Sprösslinge würde sich auf 214.128 Kronen, das sind umgerechnet knapp 30.000 Euro, im Jahr summieren.

Während Politiker verschiedener Parteien DNA-Tests fordern, um zu klären, dass die betreffenden Kinder tatsächlich von Al-Hasan stammen, denkt der Syrer bereits darüber nach, mit seiner Sippschaft ins benachbarte Schweden zu ziehen. „Ich möchte nach Schweden gehen, werde aber hier festgehalten. In Schweden könnte ich mich innerhalb von drei Monaten mit meiner Familie und meinen Kindern wieder vereinigen“, zitiert ihn das „Ekstra Bladet“. Al-Hasans Motive für die Sehnsucht nach Schweden scheinen klar zu sein: Dort hätte er Anspruch auf Kinderbeihilfe von umgerechnet rund 55.000 Euro im Jahr.



[Text: B. T.; Bild: Carlotta Roma/Flickr]