Das nennt man eine Perversion der Justiz: Shabir Ahmed, der 63-jährige Kopf eines Mädchenschänder-Ringes, hat sich an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gewandt, um so seine drohende Abschiebung aus Großbritannien zu verhindern. Das berichtet die Zeitung „Daily Mail“. Ahmed, ein Pakistani, war 2012 zusammen mit elf weiteren Männern – die ebenfalls einen asiatisch-moslemischen „Migrationshintergrund“ hatten – zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden, weil sie in der nordenglischen Stadt Rochdale systematisch minderjährige weiße Mädchen missbraucht hatten. Die Opfer – mindestens 47 an der Zahl und keines älter als 13 Jahre – wurden mit Alkohol und Drogen gefügig gemacht, bevor sie zum Geschlechtsverkehr „herumgereicht“ wurden.

Bevor er in sein Heimatland Pakistan abgeschoben werden kann, will ihm Innenministerin Theresa May die britische Staatsbürgerschaft entziehen. „Wenn man in sehr schwere Formen des organisierten Verbrechens verwickelt ist, dann ist eine der Folgen, dass die britische Staatsbürgerschaft entzogen werden kann“, erklärt ein Sprecher des Innenministeriums.

Ahmed, der im Mai 2012 von einem Gericht in Liverpool wegen der Kinderschändungen in Rochdale zu einer 19-jährigen Freiheitsstrafe und im Juli 2012 wegen der 30-fachen Vergewaltigung eines anderen Opfers zu einer Haftstrafe von 22 Jahren verurteilt wurde, hält seine drohende Abschiebung wegen seines langen Aufenthalts in England für rechtswidrig. Zudem hält sich der Schwerkriminelle für das Opfer einer angeblich moslemfeindlichen Justiz. Er sei von „elf weißen Geschworenen“ verurteilt worden, und es sei „heutzutage in Mode gekommen, Moslems für alles verantwortlich zu machen“, schwelgt sich der Vergewaltiger, der das Leben zahlreicher weißer Mädchen zerstört hat, in Selbstmitleid.

Shabir Ahmed zeigt, wie problematisch es ist die Menschenrechte zu quasi-religiösen Dogmen zu erheben. So schreibt „Daily Mail“: „Sein Fall wird erneut Ängste wecken, wie ausländische Kriminelle die Menschenrechte missbrauchen, um im Land bleiben zu können.“

 

[Text: B. T.; Bild: dailymail.co.uk]