Der Mord an einem Deutschen mit kubanischem Migrationshintergrund in Chemnitz schlägt weiterhin hohe Wellen. Bei den mutmaßlichen Mördern des 35-jährigen Daniel Hillig handelt es sich um zwei Merkel-Gäste – der eine stammt aus Syrien, der andere aus dem Irak. In den bundesdeutschen Systemmedien werden aber nicht die Folgen der verantwortungslosen Einwanderungspolitik der Bundeskanzlerin thematisiert, sondern der Umstand, dass bei einer Kundgebung in Chemnitz ein paar unverbesserliche Ewiggestrige provokativ den sogenannten „Hitlergruß“ vor laufenden Fernsehkameras zeigten.

Ein gutes Beispiel bot Dienstagabend das „Heute-Journal“ des mit Zwangsgebühren finanzierten Staatssenders ZDF. In der Anmoderation war von „Staatsversagen“ die Rede, erwähnt wurde, dass „jemand“ einen Mann getötet hatte. Die ethnische Herkunft dieses „jemand“ wurde freilich verschwiegen. Kurz wurde zwar erwähnt, dass „linke Gegendemonstranten“ Steine warfen, aber kam Moderator Claus Kleber ausführlich darauf zu sprechen, dass „tagelang ein nationalistischer Mob fremdenfeindliche Parolen brüllend durch die Stadt zog“. Man sieht: „Linke Gegendemonstranten“, die mit dem Werfen von Steinen die Verletzung billigend in Kauf nehmen, werden wieder einmal verharmlosend in Schutz genommen. Und dass Kleber, dem offenbar alles, was nicht Links ist, zuwider ist, bei Erwähnung der „Rechtsextremisten“ seine Mundwinkel nach unten zog, runden das Bild ab.

Sachlicher als der eigentlich zur journalistischen Objektivität verpflichtete Kleber war der interviewte Ministerpräsident von Sachsen, Michael Kretschmer. Im Gegensatz zum ZDF-Moderator verunglimpfte der CDU-Politiker all jene, die öffentlich ihren Unmut über den Mord an einem Deutschen äußerten, nicht pauschal als „nationalistischen Mob“. Aber eine Lösung des Problems kann man sich auch von Kretschmer nicht erwarten. Anstatt die Dinge beim Namen zu nennen, faselte der Parteifreund von Angela Merkel etwas von „noch stärkerem Kampf gegen Rechtsextremismus“ und davon, dass „wir nicht zulassen werden, dass Rechtsextremisten die Gesellschaft beeinflussen“.

Zu sehen war auch ein Musterbeispiel für eine Orwellsche Wahrheitsverdrehung: Kleber sprach davon, dass Reporter berichten, dass ihnen „Bürger in Chemnitz sagen, es gibt ganze Gegenden oder Ecken der Stadt, in die trauen wir uns abends gar nicht mehr rein und auch die Polizei ist dort nicht zu sehen“. Kretschmer meinte, „die Menschen geben sich damit nicht zufrieden und damit haben sie auch recht“. Peinlichst vermieden wurde die Feststellung, dass es sich bei diesen Orten der Gesetzlosigkeit um Viertel mit einem besonders hohen Anteil von Einwanderern handelt.

[Text: B.T.; Bild: Wikipedia/Marcus Cyron; Lizenz: CC BY-SA 3.0]