Es könnte der Nukleus für eine „arabische NATO“ sein. Im Rahmen eines Gipfeltreffens des Golf-Kooperationsrates (GCC) gaben Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) am 4. Dezember die Einrichtung eines gemeinsamen Komitees zurKooperation und Koordinierung bekannt. Dieses soll laut einer Mitteilung des VAE-Außenministeriums für die Zusammenarbeit und Koordination zwischen Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten „in allen militärischen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen sowie in anderen, im Interesse der beiden Länder liegenden Bereichen“zuständig sein. Zudem soll dieses Komitee mit aller zur Erfüllungseiner Aufgaben erforderlichen Macht ausgestattet sein. Der Schwerpunkt des Komitees soll aber eindeutig im militärischen Bereich liegen. Die sich immer deutlicher abzeichnete Achse zwischen Riad und Abu Dhabi ist gegen den wachsenden Einfluss des Iran gerichtet.
Hinzu kommt, dass der 1981 gegründete GCC, dem auchKuwait, der Oman und Bahrainangehören, wegen der Politikgegenüber dem Mitglied Katar innerlich gespalten ist. Für den russischen Sicherheitsexperten Andrei Akulow ist daher das Kooperationskomitee eine Alternative zum GCC, zumal „sowohl Saudi-Arabien als auch die VAE, die einzigen zwei Staaten mit einembedeutenden Militärpotenzial, eine aggressivere Haltung gegenüber dem Iran befürworten“. Das zeigt sich derzeit vor allem im Jemen, wo Saudi-Arabien und die VAE die Koalition anführen, die gegen die vom Iran unterstützten Houthi-Rebellen kämpfen. Riad und Abu Dhabi arbeiten

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[Bild: U.S. Naval Forces Central Command]