Der Westen setzt seinen aggressiven Kurs gegenüber Russland fort. Denn die NATO hat nach Angaben des Internetdienstes EUobserver acht neue Militäreinrichtungen in der Nachbarschaft Russlands eröffnet. Dabei handelt es sich um sechs neue „Kommando- und Kontrollzentren“ in Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Polen und Rumänien sowie ein neues „südöstliches Hauptquartier“ in Rumänien und ein „Ausbildungszentrum“ in Georgien. Georgien ist nicht NATO-Mitglied, soll aber nach dem Willen der USA in den Nordatlantikpakt aufgenommen werden. Dadurch könnte sich das von Washington beherrschte Militärbündnis an der Südflanke Russlands festsetzen.

Die NATO hat die angebliche „russische Aggression“ in der Ostukraine zum Vorwand genommen, gegenüber Moskau aufzurüsten. So wurden die Luftwaffenpatrouillen im Baltikum vervierfacht, und die in Bulgarien, Polen und Rumänien stationierten Truppen aufgestockt. Dass es bei dem Konflikt längst nicht mehr um die Ukraine sondern in erster Linien darum geht, den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu maßregeln, bestätigte der frühere NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen: „Es geht nicht um die Ukraine. Putin will die frühere Stellung Russlands als Großmacht wiederherstellen.“

Der russische Außenminister Sergej Lawrow wies bei der Münchner Sicherheitskonferenz darauf hin, dass die Europäer bei dem Konflikt von den USA für deren geopolitische Ziele eingespannt werden. Die europäische Sicherheit, erklärte Lawrow, basiere auf der Charta der Vereinten Nationen, werde aber „durch Aktionen der USA und ihrer Verbündeten sabotiert“.

 

B. T.

 

 

(Bild: nato.int)