Die NATO setzt neue Provokationen gegenüber Russland. Bis Mai 2017 wird der Nordatlantikpakt eine rund 4.000 Mann starke Truppe zur „Abschreckung“ im Baltikum stationieren. Das westliche, von den Vereinigten Staaten dominierte Militärbündnis wolle von einer „Position der Stärke“ Russland gegenübertreten, sagte der Oberkommandierende für Europa, der US-General Curtis Scaparrotti. Die Ankündigung der Truppenverlegung an die Grenze Russlands erfolgte am Rande eines NATO-Treffens in Split.

Der tschechische Armeegeneral Petr Pavel kündigte in der kroatischen Stadt an, dass die NATO im ersten Halbjahr 2017 vier Kampfverbände ins Baltikum verlegen will: „Bei diesen vier Verbänden sprechen wir nicht ausschließlich von einer Übungspräsenz. Diese Verbände dienen der Abschreckung und, falls notwendig, als Kampfeinheiten“, zitiert ihn das „Wall Street Journal“. Es ist geplant, dass die Kampfverbände von Polen kommandiert werden, die Gesamtaufsicht obliegt NATO-Kommandant Scaparotti.

Wurden beim NATO-Gipfel Anfang Juli in der polnischen Hauptstadt Warschau noch gemäßigte Töne in Richtung Russland ausgesendet, um die seit der Wiedervereinigung der Krim mit Russland und dem Ausbruch des militärischen Konflikts in der Ukraine im Jahr 2014 bestehenden Spannungen abzubauen, setzt der Westen nun wieder auf Konfrontation. Denn Truppenverlegungen in die Nähe seiner Grenzen sowie die Errichtung eines Raketenabwehrsystems über Europa betrachtet Russland als Bedrohung seiner nationalen Sicherheit.

 

[Text: B. T.; Bild: SFJZ13/wikimedia.org]