Nachdem das gegenwärtige bundesdeutsche Staatsoberhaupt Joachim Gauck altersbedingt resigniert, steht die Bundesrepublik vor der Notwendigkeit, am Beginn des kommenden Jahres einen neuen Bundespräsidenten zu küren. Kanzlerin Angela Merkel ist bei der Suche nach einem entsprechenden Kandidaten bisher nicht sonderlich glücklich. Der prominente Höchstrichter Andreas Voßkuhle sagte ihr ab, und nun versucht sie, einen gemeinsamen Kandidaten der sogenannten etablierten Parteien zu finden. Dies aus Angst vor der Alternative für Deutschland, da man fürchte, ein neuer Lagerwahlkampf um den Bundespräsidenten würde der AfD zusätzliche Wähler zutreiben.

Im Gespräch ist nunmehr die Abgeordnete Gerda Hasselfeldt von der bayrischen CDU, die sich einen Namen als Vermittlerin zwischen der Kanzlerin und CSU-Chef Horst Seehofer gemacht hat und dem Vernehmen nach auch in der SPD respektiert wird. Eine konservativere oder gar patriotischere Linie ist mit der Wahl eines neuen gemeinsam von den etablierten Parteien gewählten Bundespräsidenten aber nicht zu erwarten.

 

[Text: A. M.; Bild: Kleinschmidt / MSC]