Nachdem die FPÖ in Graz eine Koalition mit der ÖVP eingegangen ist und mit dieser zusammen regiert, ist es auch nicht verwunderlich, dass die Freiheitlichen im Rahmen dieser Zusammenarbeit ihr Recht auf Mitsprache und Kontrolle wahrnehmen. So wurde Ernst Brandl, Pressesprecher des freiheitlichen Grazer Bürgermeister-Stellvertreters Mario Eustacchio und Redaktionsleiter der FPÖ-Stadtzeitung „Der Uhrturm“, im Zuge der Neubesetzung des Aufsichtsrats des progressiven Kulturfestivals „Steirischer Herbst“ für diesen nominiert.

Dass ein Freiheitlicher vom Grazer Gemeinderat in den Aufsichtsrat des seit Jahrzehnten bestehenden Festivals für zeitgenössische Kunst gewählt werden könnte, sorgt bei Grünen und Kommunisten für Aufregung und Proteste gegen die geplante Ernennung. Als kämpferischer, wertkonservativer und kulturinteressierter Mensch wird Ernst Brandl seine Funktionen im Aufsichtsrat des progressiven Festivals, linken Protesten zum Trotz, gewissenhaft wahrnehmen.

 

[Text: A. M.; Bild: Taxiarchos228/wikimedia.org]