Man kann gegen die Neos und deren Chef Matthias Strolz sagen was man will, mangelnde Offenheit aber kann man ihnen nicht unterstellen.

Hatte er in den Fernsehdiskussionen immer wieder von seinem Ziel, einer „Republik Europa“ gesprochen, in der Österreich gerade einmal die Rolle eines Bundeslandes einnehmen würde, so legt er jetzt noch einiges drauf.

Die Neutralität, die Österreich den Staatsvertrag ermöglicht und seine Souveränität nach dem Krieg begründet hat, sei eine „alte Schablone“, erklärt er und fordert auch, dass sich Österreich einem europäischen Militärbündnis anschließen solle. Das würde bedeuten, dass beispielsweise spanische oder französische oder deutsche Generäle unsere Soldaten nach dem Willen zentraleuropäischer Politiker in den Krieg schicken könnten.

Es ist klar, dass er damit eine Koalition mit der FPÖ ausschließt. „…es fehle das gemeinsame europäische Fundament“, erklärte er.

Damit hat er er wohl recht. Schließlich ist die FPÖ die einzige Parlamentspartei, die an der Neutralität eisern festhalten will und die sich für die Unabhängigkeit Österreichs einsetzt.

Strolz sei aber empfohlen, die paar Kilometer von seiner Heimat Vorarlberg hinüber in die benachbarte Schweiz zu fahren und sich darüber zu informieren, was es mit der Antiquiertheit der Neutralität auf sich hat.

 

[Text: W. T.; Bild: Parlamentsdirektion/ PHOTO SIMONIS]