Am Donnerstag hat die Türkei acht Marokkaner ausgewiesen. Sie waren zuvor am Atatürk-Flughafen in Istanbul festgenommen worden und stehen im Verdacht islamistische Terroristen zu sein. Die acht Männer planten, so die türkischen Behörden, sich unter die Flüchtlinge zu mischen und nach Europa zu reisen, um Anschläge auszuüben. Wie das Magazin „Middle East Eye“ berichtet, wurden am 6. November sogar 41 Marokkaner am Istanbuler Atatürk-Flughafen von der Polizei als Terrorverdächtige in Gewahrsam genommen. Zudem haben die türkischen Behörden über 20.500 Personen ein Einreiseverbot verhängt, weil es sich bei ihnen um „ausländische terroristische Kämpfer“ handle.

Während in der Türkei offenbar ein Umdenken bezüglich der von Dschihadisten ausgehenden Gefahr stattfinden – lange hatte Ankara nichts dagegen unternommen, dass IS-Kämpfer ungehindert die türkisch-syrische Grenze überqueren konnten – machen sich sogenannte Menschenrechtsorganisationen der Komplizenschaft mit islamistischen Terroristen schuldig. So regt sich die sattsam bekannte Nichtregierungsorganisation „Amnesty International“ darüber auf, dass Griechenland und Bulgarien vermehrt als Flüchtlinge getarnte illegale Einwanderer in die Türkei zurückschicken. Und dass Ankara damit beginnt, abgefangene illegale Einwanderer ohne viel Federlesens nach Syrien und den Irak zurückzuschicken, finden die Gutmenschen von „Amnesty International“ natürlich auch nicht in Ordnung.

Eine fragwürdige Rolle spielen auch die Internationale Organisation für Migration (IOM), die in der UNO-Vollversammlung Beobachterstatus hat, sowie das UNHCR, die Flüchtlingshilfeorganisation der Vereinten Nationen. Obwohl zumindest einer der mit den Pariser Anschlägen im Zusammenhang stehenden Terroristen nachweislich über die Türkei und die sogenannte Balkanroute nach Europa gekommen ist, behaupten IOM und UNHCR, es gäbe „keinen einzigen erwiesenen Fall, in dem Terroristen die Einwandererströme nach Europa infiltriert haben“.

 

 

Text: B. T.
Bild: Rudolf Moser