Genderfanatiker haben es in Schweden gut. Denn das Kunstwort „hen“, das eine „geschlechtsneutrale“ Alternative zu den Personalpronomen „han“ (er) und „hon“ (sie) bieten soll, wird neben rund 13.000 anderen Begriffen ins Standardwörterbuch der schwedischen Sprache aufgenommen. Das „Svenska Akademiens ordlista“ wird von der Schwedischen Akademie herausgegeben und alle zehn Jahre aktualisiert. Bereits 2009 wurde „hen“ in die schwedische Enzyklopädie aufgenommen.

Die Verwendung von „hen“ ist in der schwedischen Umgangssprache sehr gering. Gebraucht wird es vor allem von linken, politisch korrekten Autoren. Schließlich bietet dieses Wort die Möglichkeit, die von der Natur vorgegebene Einteilung der Menschen in Männer und Frauen zu verschleiern und vorzugaukeln, das Geschlecht sei „frei wählbar“. Ihre Freude mit „hen“ hat auch die schwedische Gleichstellungsministerin. Für sie ist das Kunstwort eine „neue Methode, Gleichstellung zu erreichen“. Anderer Meinung sind hingegen die oppositionellen Schwedendemokraten. Die rechtsdemokratische Partei verwendet es nie.

 

B. T.

 

 

(Bild: Petey21/wikimedia.org)