Die Bemühungen der USA, im Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat (IS) vermehrt irakische Soldaten auszubilden, sind ins Stocken geraten. Es finden sich nämlich nicht genug „seriöse“ Iraker zur Bekämpfung der Islamisten, wie Verteidigungsminister Ashton Carter im Kongress bekanntgab. „Unsere Ausbildungsbemühungen im Irak haben sich verlangsamt, weil es zu wenig Auszubildende gibt. Wir haben einfach nicht genug Rekruten. Von den 24.000 Mann für die irakischen Sicherheitskräfte, die wir ursprünglich für Herbst anvisiert haben, haben wir nur 7.000 Rekruten erhalten, zusätzlich zu den 2.000 Mann Sicherheitspersonal zur Terrorbekämpfung“, musste Carter eingestehen.

Nach der Einnahme der irakischen Stadt Mossul durch die IS-Mörderbanden vor einem Jahr beklagte der US-Verteidigungsminister, die Kampfkraft der irakischen Sicherheitskräfte sei „schwer herabgesetzt“, und vier Divisionen hätten sich aufgelöst in einer Kombination aus „Zerrissenheit, Deserteuren und sogenannten Geistersoldaten, die nur am Papier bestehen“.

Außerdem erklärte Carter am Mittwoch im Kongress, „US-Kampftruppen als Ersatz für die lokalen Streitkräfte einzusetzen wird nicht zu anhaltenden Ergebnissen führen“. Aber immerhin zeigten die Luftschläge gegen den IS Ergebnisse, und zwar in einer „Begrenzung seiner Beweglichkeit“ sowie in der „Beschränkung seiner Fähigkeit, seine Kämpfer zu verstärken und in der Störung seiner Kommandostrukturen“.

 

B. T.

 

 

(Bild: Glenn Fawcett/defense.gov)