Der jüngsten Umfrage des Gallup-Institutes für die Tageszeitung Österreich zufolge, hat Norbert Hofer die Führung im Rennen um die Hofburg übernommen. Bei jenen Österreichern, die angeben, „ganz sicher zu wissen, wen sie wählen werden“ führt er mit 19 % vor Van der Bellen mit 15% und Hundstorfer und Griss mit jeweils 12 %. Bei den hochgerechneten Daten der Unentschlossenen liegt allerdings noch Alexander Van der Bellen mit 26% vor Norbert Hofer mit 24 % und Irmgard Griss mit 20 %.

Das deutet auf ein knappes Rennen um den Einzug in die Stichwahl hin, bei der Hofer leicht die Nase vorne haben könnte. Schließlich deutet die hohe Nennung der „Sicherwähler“ darauf hin, dass es ihm in seinem Wahlkampf gelingt, seine Sympathisanten am besten zu überzeugen und sie auch zur Wahlurne zu bringen. Und darauf wird es letzten Endes ankommen, denn die Meinungsforscher rechnen mit einer relativ niedrigen Wahlbeteiligung.

Van der Bellen, der unter der grünen Krankheit leiden dürfte, zwar in den Umfragen zu gewinnen, bei der Wahl dann aber abzustürzen, bekommt mittlerweile mit Rudolf Hundstorfer, der neben Hofer als einziger aufzuholen scheint, ein veritables Problem. Der ehemalige Sozialminister hat die SPÖ-Wahlkampfmaschinerie hinter sich und betreibt nicht so wie der ehemalige Grünen-Chef Etikettenschwindel.

Sowohl sein Versuch, sich trotz seiner grünen und auch roten Vergangenheit als unabhängiger Kandidat darzustellen, als auch die in seinem Fall geradezu lachhaften Betonung der Heimatverbundenheit werden von den Wählern als das erkannt, was sie sind. Nicht viel mehr als plumpe Versuche die Öffentlichkeit zu täuschen und seine Vergangenheit zu leugnen und zu verschleiern.

Beide linke Kandidaten haben allerdings das gemeinsame Problem, dass ihre Parteien vehement die Öffnung der Grenzen für die Immigration aus Asien und Afrika unter dem Etikett der „Menschlichkeit“ propagiert und damit Österreich völlig unnötig die größte unkontrollierte Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen beschert haben.

 

[Text: W. T.; Bild: Parlamentsdirektion/WILKE]