Man merkt bereits in diesem „Vorwahlkampf“, dass der freiheitliche Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer aus einem ganz anderen Holz geschnitzt ist als seine Mitbewerber.

Während sich der Rauschgiftverharmloser Van der Bellen (Zitat im ORF: „Was ist schon dabei, wenn man hie und da einen Joint raucht“) wehleidig über mutmaßliche Beleidigungen Hundstorfers (Aussendung: „Van der Bellen ist ungeeignet…“) beklagt, greift der Jüngste in der Kandidatenrunde die Themen auf, die für die Österreicher wichtig sind und nicht für die eigenen Befindlichkeiten.

Er wettert gegen die verheerende Politik der EU-Führung, die in ihrer Prinzipienlosigkeit offenbar bereit ist, alles, was sie sonst so gern als „Europäische Werte“ in den Mund nimmt, aufzugeben.„Es ist eine Schande für Europa, dass man ohne mit der Wimper zu zucken mit jemandem verhandelt, der den Weltfrauentag so feiert, dass er mit Gummigeschoßen auf hunderte Frauen schießen lässt“, kritisierte der freiheitliche Präsidentschaftskandidat und Dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer die Vorgänge und fordert eine klare Haltung der EU in der Frage einer Mitgliedschaft der Türkei: „Ein Land in dem kritische Medien unter staatliche Aufsicht gestellt werden, ein Land in dem mit Gummigeschoßen auf Frauenrechtlerinnen geschossen wird, ein Land, das seine Minderheiten blutig unterdrückt und ein Land in dem der islamisch-religiöse Fundamentalismus blüht, kann nicht Mitglied in einer westlichen Wertegesellschaft werden“, sagte Hofer und verlangte ein Umdenken.

Statt eines Vollbeitritts könne man der Türkei maximal eine privilegierte Partnerschaft anbieten: „Als Gegenleistung für das Zurückhalten von Flüchtlingen Visa-Erleichterungen, Milliardenzahlungen und ein beschleunigtes Beitrittsverfahren zuzusagen kommt einem politischen Suizid gleich. Wer dem zustimmt, fügt den Menschen in Europa schweren Schaden zu. Das ist nicht mehr und nicht weniger als eine Selbstaufgabe.“ Er würde als Bundespräsident jedenfalls niemals zustimmen, wenn die Österreicher nicht vorher gefragt würden. „Wenn schon die EU-Politiker nicht erkennen, dass der Vollbeitritt der Türkei mit den westlichen Werten völlig inkompatibel ist, so muss es ihnen das eigene Volk erklären“, forderte Hofer eine Volksabstimmung über den EU-Beitritt der Türkei ein.

 

[Text: W. T.; Bild: Parlamentsdirektion/WILKE]