Der wiedergewählte britische Premierminister David Cameron will stärker gegen illegale Einwanderer vorgehen. Zu diesem Zweck kündigte der konservative Regierungschef Gesetzesverschärfungen an. Wer illegal nach Großbritannien komme und arbeite, dessen Lohn werde künftig beschlagnahmt werden. Mit dieser Maßnahme soll Lohndumping bekämpft werden. Denn Cameron erklärte: „Unkontrollierte Einwanderung kann unseren Arbeitsmarkt schädigen und zum Sinken von Löhnen führen.“ Mit der Beschlagnahme der Löhne wird es für die Illegalen auch schwerer, in Großbritannien zu bleiben.

Auch sollen künftig Vermieter noch stärker verpflichtet werden, die Einreise- und Aufenthaltspapiere von ausländischen Mietern zu prüfen. Geplant sind auch Gefängnisstrafen von bis zu sechs Monaten für illegale Einwanderer. Davon betroffen sein sollen auch jene, die zwar legal einreisen, aber ihre Aufenthaltsbestimmungen verletzen, etwa, indem sie nach Ablauf ihres Visums das Land nicht verlassen.

Darüber hinaus gab es in den letzten Tagen in ganz Großbritannien Razzien, bei denen die Polizei zahlreiche illegale Einwanderer festnahm. Das Vereinigte Königreich ist ein beliebtes Einwanderungsland. 2014 betrug die Nettozuwanderung 318.000 Personen, das ist der höchste Wert seit 2005.

 

B. T.

 

 

(Bild: Harry Metcalfe/Flickr)