Immer wieder heißt es, die Bundesrepublik sei der „freieste Staat auf deutschem Boden“. Wenn aber Menschen mit einer patriotischen Gesinnung diesen Satz hören, dann müssen sie sich veräppelt vorkommen. Denn Rechte dürfen im „freiesten Staat auf deutschem Boden“ offen diskriminiert werden, wie die Alternative für Deutschland (AfD) und deren Vorsitzende, Frauke Petry, feststellen müssen. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, hat der Münchner Hofbräukeller Petry, die dort auf Einladung des AfD-Kreisverbandes am 13. Mai an einer Veranstaltung hätte teilnehmen sollen, kurzerhand ausgeladen. Die AfD hatte bereits vor Wochen einen Raum in dem Traditionsgasthaus reserviert und mit Plakaten für die Veranstaltung geworben.

Bemerkenswert ist die vor politischer Korrektheit nur so triefende Begründung des Hofbräukeller-Betreibers Ricky Steinberg: „Das kann ich meinen Gästen nicht zumuten.“ Der Umkehrschluss kann nur lauten: Kommunistische und linksgrüne Veranstaltungen sind den Gästen des Hofbräukellers hingegen sehr wohl zumutbar.

Zudem „fürchtet“ der Wirt um „den Ruf des Hofbräukeller und die Sicherheit.“ Anlässlich des Besuchs Petrys sind Kundgebungen der intoleranten Linken zu befürchten, auch sind Ausschreitungen zu befürchten. „Das Tohuwabohu brauch ich wirklich nicht“, sagte Steinberg der „Süddeutschen Zeitung“. Für den Wirt ist also nicht ein gewaltbereiter linker Mob das Problem, sondern eine Partei, die sich eines immer größeren Wählerzuspruchs erfreut.

Außerdem sagte Steinberg, sein Entschluss, die Reservierungszusage zurückzuziehen, sei gefallen, nachdem die AfD vergangenes Wochenende ein neues, islamkritisches Parteiprogramm beschlossen hat. Und der Wirt erklärt: „Rechte Gesinnung will ich in meinem Haus nicht haben.“ Mit anderen Worten: Steinberg will offenbar nur Gäste haben, die seiner eigenen, offenbar deutlich links stehenden Gesinnung entsprechen.

 

[Text: B. T.; Bild: Facebook]