Studentische Interessensvertretung sieht anders aus. Anstatt um bessere Studienbedingungen für ihre Zwangsmitglieder zu kämpfen, bereitet sich die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) an der Universität Wien gemeinsam mit anderen linken Gruppen auf den „Tag X“ vor. Gemeint ist damit der Tag der Angelobung der schwarz-blauen Bundesregierung. „Es ist Zeit: Ballhausplatz-Route schließen!“ sowie „Widerstand gegen die Schwarz-Blaue-Regierungsangelobung!“ ist auf der Internetseite der Uni Wien zu lesen. Dass die „rechtsextreme FPÖ“ und die „sozialreaktionäre ÖVP“ bei der Nationalratswahl am 15. Oktober zusammen gut 57 Prozent der Stimmen erzielt haben und damit eine Zusammenarbeit dieser beiden Parteien dem Wählerwillen entspricht, spielt natürlich keine Rolle.

Die Wortwahl „Ballhausplatz-Route schließen!“ lässt darauf schließen, dass die Linksextremen das Grundrecht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit missbrauchen wollen. Wenn nämlich die zukünftigen Regierungsmitglieder vom Bundeskanzleramt zur gegenüberliegenden Präsidentschaftskanzlei gehen werden, wollen die linken Antidemokraten mit „vielfältigen und kreativen Aktionsformen“ ihren „Unmut“ zum Ausdruck bringen. Zudem ist die Rede von einem „vielfältigen und ungehorsamen Protest“.

Insbesondere ist zu befürchten, dass es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen wird. Denn bei einem der drei von der ÖH angepriesenen Sammelpunkten handelt es sich um den „Antifa-Treffpunkt der Plattform Radikale Linke“.

 

[Text: B. T.; Bild: Screenshot ÖH Uni Wien]