Die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) setzt ihre studentenfeindliche Politik fort. So wurde die Auflösung von Rücklagen in Höhe von 250.000 Euro beschlossen, um einerseits „eine Kampagne zu finanzieren“ und andererseits das aus Zwangsbeiträgen der Studenten stammende Geld für „etwaige Rechtsschritte gegen Maßnahmen der Regierung“ zu verwenden. Tatsächlich dürfte das Geld für eine „Kampagne“, also für Demonstrationen gegen die türkis-blaue Regierung zweckentfremdet werden. Schließlich hat die linke ÖH-Spitze auch zur Teilnahme an der Kundgebung gegen die Regierung am 13. Jänner aufgerufen.

Die Begründung zur Auflösung der Rücklagen gibt einen interessanten Einblick in die Geisteswelt der Studentenvertreter. So heißt es, „Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen sind unfair und sozial selektiv“. Tatsächlich ist im türkis-blauen Regierungsprogramm von „moderaten Studienbeiträgen“ die Rede. Damit sollen aber nicht die Studenten schikaniert, sondern die Studienbedingungen gefördert werden.

Ein besonderes Problem stellen die hohen Studienabbruchsquoten in Massenfächern dar. Dabei handelt es sich um Fächer wie Soziologie oder Politikwissenschaften, die bei den Linken besonders beliebt sind, jedoch den Absolventen nur wenige Chancen am Arbeitsmarkt geben. Deshalb plant die neue Bundesregierung ein neues „Zugangsregelungs-Management“. Das heißt, dass Studenten, insbesondere den Studienanfängern, künftig Leistungsbereitschaft abverlangt wird, zumal der Steuerzahler, also die Allgemeinheit, die Studien finanzieren.

Ein Leben in der sozialen Hängematte auf Kosten der Steuerzahler zum Zwecke der „Selbstverwirklichung“ wird deutlich erschwert. Und das scheint der linken ÖH sauer aufzustoßen. So hieß es Ende November in einer Einladung zu einer Pressekonferenz der ÖH-Spitze: „Von der Forderung der Reduktion der Prüfungsantritte bis hin zur Exmatrikulation bei Prüfungsinaktivität liegen derzeit viele Pläne auf dem Tisch, die einer positiven Entwicklung des österreichischen Hochschulraums mehr als nur abträglich sind.“ Tatsächlich einer positiven Entwicklung der heimischen Universitäten abträglich ist freilich die linke ÖH.

 

[Text: B. T.; Bild: FPÖ/Ruttinger]