In Österreich ist Feuer am Dach. Die Situation der öffentlichen Sicherheit ist dramatisch und wird sich in den nächsten Jahren extrem verschärfen.

Wie der Chef der freiheitlichen Polizei-Gewerkschaft AUF, FPÖ-Bundesrat Werner Herbert in einer Aussendung aufzeigte, mangelt es bei der Polizei an allen Ecken und Enden.

Bereits 2016 mussten die Exekutivbeamten 6,7 Millionen Überstunden machen. Das entspricht einem Bedarf an 4.000 zusätzlichen Beamten. Ausschlaggebend für den erhöhten Bedarf ist nicht nur die gestiegene Kriminalität und die überfallsartige Einwanderung aus dem nahen Osten und Afrika sondern auch die Personalstruktur der Polizei.

„Bereits im Jahr 2007 wurde eine Expertise des Bundeskanzleramts über die Pensionsentwicklung des Öffentlichen Dienstes erstellt, die schon damals aufgrund der gegebenen Altersstruktur die nunmehr vorliegende dramatische Pensionsentwicklung prognostiziert hat. Weder das Innenministerium noch das Bundeskanzleramt haben auf diese alarmierenden Entwicklungen reagiert, sondern haben die Polizei sehenden Auges in den nun vorliegenden Personalnotstand geführt“, kritisiert Herbert.

Ja noch mehr, die Regierung und die schwarzen Innenminister haben die Exekutive durch Postenschließungen noch weiter ausgedünnt. Das obwohl durch die oben angeführte Expertise klar aufgezeigt wurde, dass durch die anstehenden Pensionierungen bis 2020 weitere 8.000 Beamte verloren gehen werden. Dienststellen, die auch gar nicht so schnell nachbesetzt werden können. Schließlich dauert die Ausbildung zum Polizisten 2 Jahre und derzeit gibt es nur 1.000 Ausbildungsplätze. Dazu kommt laut Herbert, dass der Polizeiberuf für die qualifizierte Jugend nicht attraktiv genug ist. Hier gälte es ein leistungsadäquates Entlohnungssystem einzurichten.

In diesem Zusammenhang erinnert Herbert an das von der AUF seit langem präferierte Ausbildungsmodell des „Polizeipraktikanten“, also die Einführung eines Lehrberufes für den Polizeidienst mit dem auch der hohen Jugendarbeitslosigkeit wirkungsvoll begegnet werden könnte.

 

[Text: W. T.; Bild: AUF]