Mesut Özil hat es wirklich nicht leicht. Kaum ein Spieler wird so konsequent von den Deutschen traktiert wie er: Nicht nur, dass man ihm jährlich für einige tausend Fußtritte gegen eine harte Lederkugel mehrere Millionen Euro in der Sack steckt – nein, er muss auch noch Autogramme verteilen, für „Selfis“ posieren und seine sportlichen Höchstleistungen, die der „deutschen“ Mannschaft unlängst sogar beinahe einen Sieg gegen Österreich eintrugen, von Uli Hoeneß schimpfen lassen, der in der Bild erklärte, Özil hätte „in den letzten Jahren nur Dreck“ gespielt.

Und womit quittiert Deutschland sein glorreiches Wirken? „Mit Rassismus“! Ein Skandal! Da ist es nur mehr als verständlich, dass er sich von seinem menschenverachtenden „Heimatland“ abwendet, und mit jenem Staatsmann kokettiert, der doch wohl ohne Zweifel über Jahre hinweg als personifizierte Toleranz, als international geachteter Menschen- und Völkerfreund, in die Geschichtsbücher dieser trostlosen Zeit eingehen wird: Recep Tayyip Erdogan, Präsident der türkischen „Republik“ und Vorbild aller liberalen Demokratien Europas.

Im Unterschied zu Angela Merkel und ihrem rassistischen Volke stellt er seine Toleranz und Weitherzigkeit nicht nur im humanen Umgang mit Christen und deren Gebetshäusern unter Beweis, sondern auch und vor allem in der Akzeptanz kritischer Berichterstattung, die ihm neben Mutter Theresa und Mustafa Kemal Atatürk als einen weltweit geachteten Philanthropen erscheinen lässt.

Kein Wunder also, dass man diesen potentiellen Friedensnobelpreisträger in Nachfolge Barack Obamas unbedingt in der EU haben will!

Noch weniger Wunder aber, dass Mesut Özil zurück in seine eigentliche Heimat strebt. Welcher Spieler will schon unter einer Horde Fremder wie Thomas Müller, Manuel Neuer oder Marco Reus kicken.

Aber Moment mal: So viele Deutsche sind es doch gar nicht mehr: Eigentlich müsste er sich doch ganz geborgen fühlen, der Herr Özil – unter Boateng oder Khedira. Wenn doch nur dieser verdammte Rassismus nicht wäre. Ein armer Hund jedenfalls, der Herr Özil…

[Text: A.L.; Bild: Wikipedia.org/Steindy (talk); Lizenz: CC BY-SA 3.0]